LICHTMALEREI

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BMW R1200 GS LC K50 Bj. 2013

Laufgeräusche beim Metzeler Tourance Next

BMW R1200 GS LC Bj. 2018 K50

Im April 2018 habe ich bei der BMW Motorradniederlassung in Bonn eine BMW R1200 GS, Baujahr 2013 Modell K50 zum Preis von 12.299,- Euro gekauft. Zusätzlich habe ich einen Satz Variokoffer, ein BMW Navigator VI und eine neue Atlantis Motorrad Kombi erworben. Alles zusammen hat 15.000,- Euro gekostet und ich hatte die Hoffnung, damit sehr stressfrei im September 2018 vier Wochen lang die faszinierende Bergwelt Korsikas erkunden zu können. Bereits einige wenige Tage nach dem Kauf meldete der Bordcomputer, dass am 9. Mai eine Inspektion fällig sei.

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Gran Canaria, 100 Days of Freedom, Motorrad, BMW, K1200, Abenteuer, Motorradreise

Barranco de Guayadeque auf Gran Canaria

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Mit dem Barranco de Guayadeque hat Gran Canaria eine sehr ungewöhnliche Touristen-Attraktion zu bieten. Der Barranco liegt im Süd-Osten der Insel und kann sehr einfach vom Ort Agüimes über die frisch asphaltierte GB-103 erreichet werden. Hier gibt es ein kleines Museum und eine Vielzahl uriger Wohnungen die allesamt vor langer Zeit in die Felsen geschlagen wurden. Ich habe diesen kleinen Ort bereits vor vielen Jahren besucht und so bin ich sehr gespannt zu sehen wie es sich dort weiterentwickelt hat.

Als wir am Morgen in Maspalomas unsere Motorräder starten ist es angenehm warm und die Sonne scheint. Für den Weg nach Osten habe ich in mein TomTom eingegeben, dass wir die Autobahn heute mal vermeiden wollen. Das klappt auch ganz vorzüglich, man fährt einfach immer der GC-500 nach. Weil es so einfach ist, bitte ich meine Sandra auf ihrer knallig roten Honda vorzufahren. Später kurz vor Agüimes wird es dann etwas unübersichtlich und ich überhole sie. Nun zeigt uns mein TomTom den Weg.

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Von Nachbarn und Klimageräten

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Es gibt Menschen, für die ist es das höchste Glück auf Erden 50 Jahre lang tagtäglich das gleiche Büro zu betreten und dort immer die gleiche Arbeit zu verrichten. Solche Menschen sind in der Regel äußerst streitbar, wenn es um die Lockerung des Kündigungsschutzes oder andere Mittel zur Flexibilisierung der Arbeitswelt geht. Mich selbst erschreckt die Vorstellung, die schönsten Jahre meines Lebens Tag für Tag im gleichen Büro verbringen zu müssen.

Aus genau diesem Grund arbeite ich seit mehr als 20 Jahren in der Unternehmensberatung, bei wechselnden Kunden, in immer wieder neuen Projekten, fremden Städten und Ländern. Diesem Lebensentwurf ist es auch geschuldet, dass ich zwischendurch mal für ein Jahr mit meinem Motorrad auf den Kanaren herum tingeln kann.

Die Kehrseite der Medaille ist ein Leben aus dem Koffer und ein Zuhause, dass die meiste Zeit leer steht.

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La Gomera erkunden: Vallehermoso & Alojera

Es ist Anfang Oktober und ich bin jetzt den vierten Tag auf La Gomera. Inzwischen habe ich einiges gesehen und kenne mich schon recht gut aus. Ein GPS bräuchte ich inzwischen nicht mehr, denn so irre viele Straßen gibt es hier nicht. Außerdem sind alle Orte gut ausgeschildert, es ist einfach sich hier zurechtzufinden. Für heute habe ich mir einen Besuch im Örtchen Vallehermoso vorgenommen. Übersetzt bedeutet das etwa soviel wie „Schönes Tal“, das will ich mir genauer anschauen. Ganz in der Nähe ist der Alojera. Wenn ich schon mal im Norden der Insel unterwegs bin, kann ich diesem Ort auch besuchen.

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Von El Hierro nach Teneriffa

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Die Tage auf El Hierro waren mehr als entspannt, trotzdem kann ich in dieser Nacht irgendwie wieder nicht richtig schlafen. Es ist immer das Gleiche, kaum steht eine wichtige Etappe bevor, deren Verlauf ich nicht vollständig selbst in der Hand habe, bin ich irgendwie nervös und kann nicht so recht schlafen. Aber heute ist meine Schlaflosigkeit gar nicht so übel, denn selbst in der Nacht ist es noch so mild, dass ich mit einem Bier auf meinem kleinen Balkon sitzen und die Sterne anschauen kann. Etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang schnappe ich mir meine GoPro 4 und montiere sie auf mein kleines Cullmann „Taschenstativ“. Schnell geht es leise die Treppe hinauf auf das Flachdach und in der Dunkelheit suche ich mir eine Ecke von der ich hoffe, dass man hier den Sonnenaufgang wird sehen können.

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Der letzte Tag auf El Hierro

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Es ist der letzte Tag auf El Hierro und auch heute will ich es wieder ganz ruhig angehen lassen. Die meiste Zeit des Tages bin ich zu Fuß hier in Tigaday unterwegs und genieße das sehr entspannte Leben auf dieser herrlichen kleinen Insel. Im Supermarkt kaufe ich mir etwas Schokolade und später trinke hier und da ein Bierchen, quatsche mit Einheimischen die etwas Englisch sprechen und lasse die Zeit verstreichen. Früher wäre mir das deutlich schwerer gefallen. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich das erste mal allein auf Teneriffa war. Ich hatte tief in mir ständig das Gefühl, dass es das letzte Mal auf dieser Insel sein könnte und habe jeden Tag versucht so viel wie nur irgend möglich aus der wenigen Zeit herauszuholen. Wie ein Getriebener bin ich über die Insel gehastet und habe hier und dort einige Fotos geschossen. Echte Erholung war das nicht und heute miss ich schmunzeln wenn ich daran zurückdenke. Hier auf El Hierro ist das ganz anders. In den letzten beiden Wochen habe ich viele Fotos geschossen, aber im wesentlichen habe ich gelebt. Ich war vogelfrei und konnte hier tun und lassen was ich wollte und das war herrlich.

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Tiefenentspannung auf El Hierro

Ich bin jetzt seit 80 Tagen mit meinem Motorrad und meinen Kameras im Süden Europas unterwegs. Wer müsste dabei nicht an Jules Vernes famosen Roman „In 80 Tagen um die Welt“ denken? Von einer Umrundung der Welt bin ich allerdings noch wirklich weit entfernt und es liegt auch gar nicht in meinem Interesse dies zu tun. Ich will Motorrad fahren und fotografieren!!

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Bereits am Freitag geht meine Fähre um 14:00 zurück nach Teneriffa. Läuft alles nach Plan so komme ich um 16:45 in Los Christianos an, meine Freundin wird fast zeitgleich um 16:30 am Flughafen im Süden Teneriffas eintrudeln. Telefonisch haben wir abgestimmt, dass wir uns am Flughafen treffen und sie dann mit ihrem kleinen Mietwagen hinter mir her bis zur Finca San Juan fährt. Zwar war sie schon oft auf Teneriffa und kennt sich eigentlich gut aus, aber irgendwie scheint es noch eine gewisse Sorge zu geben, sich heillos zu verirren und nicht rechtzeitig zum Abendessen auf der Finca San Juan einzutreffen. Ich halte diese Sorge für unbegründet, vielleicht schätze ich sie auch falsch ein? Vielleicht ist es für sie auch einfach schön, am Flughafen persönlich begrüßt und mit dem Motorrad eskortiert zu werden. Wie dem auch sei, ich werde sie am Freitag mal fragen…

Meinen vorletzten „richtigen“ Tag auf El Hierro gehe ich wieder sehr ruhig an, inzwischen bin ich im Modus „Tiefenentspannung„. Ich schaue dem Maler zu wie er sich von Tag zu Tag mal hier und mal dort aus dem Fenster lehnt und mit einer langen Teleskopstange die Fassade weiß anstreicht. In den Tagen zuvor hat er scheinbar zunächst eine Art Grundierung aufgetragen, seit gestern streicht er mit richtig weißer Farbe. Bis das gesamte Gebäude neu angestrichen ist werden sicherlich noch mehrere Wochen vergehen. Mir ist es auch ein kleines Rätsel wie die vielen weißen Flecken auf dem Vordach des Restaurants und den Fliesen vor meinem Motorrad wieder entfernt werden, aber auch dafür wird es hier ein Lösung geben. Die Kanarios scheinen die Weltmeister der Improvisation zu sein.

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El Hierro bei Nacht

Wegen des milden Klimas herrscht auf den Kanarischen Insel das ganze Jahr über Saison für Motorradfreunde. Das Klima ist selbst im Herbst oder Winter angenehm mild und wer nicht gerade zu Silvester nachts auf Teneriffa hinauf in die Canadas del Teide fahren will, der kann sich auf Temperaturen zwischen 20°C und 30°C freuen, 356 Tage im Jahr. Als ich im Jahr 2009 das erste Mal im März in Arizona war, habe ich tagsüber unter der sengenden Sonne geschwitzt und nachts im Bett vor Kälte gezittert. Das gibt es hier nicht. Selbst in der Nacht ist es jetzt im September noch so angenehm, dass man in der Nähe des Meeres mit etwa 25°C rechnen kann.

Ideale Bedingungen um nachts mit seiner Kamera loszuziehen. Aber zunächst habe ich hier einige Fotos die das Herz aller Motorradfahrer schneller schlagen lassen, die sich aktuell daheim in Deutschland mit dem Ende der Motorradsaison konfrontiert sehen. Wenn der Geldbeutel es erlaubt, ist es ein gute Idee einfach für ein paar Tage auf die Kanaren zu fliegen, ein Motorrad zu mieten und beispielsweise auf El Hierro großen Spaß damit zu haben. Motorräder stehen beispielsweise auf Teneriffa in großer Zahl und guter Qualität bereit. Wer ein Motorrad für eine Woche oder mehr mietet, kann mit der ARMAS Schnellfähre von Los Christianos im Süden Teneriffas in weniger als 3 Stunden nach El Hierro übersetzten und findet hier unberührte Natur und großartige Motorradstrecken.

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El Hierro mit dem Motorrad erkunden

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Im Gegensatz zu den anderen Kanarischen Inseln hat El Hierro keinen großen „Sockel“. Diese kleine Insel ist vielmehr die Spitze eines gewaltigen Berges die ganz oben aus dem Meer herausragt. Nur wenige Meter vor El Hierro ist der Atlantik bereits viele hundert Meter tief. Diese kleine Insel hat im Gegensatz zu Inseln wie Teneriffa keine wirklich tiefen Schluchten (Barrancos). Somit ist die Insel aus der Sicht eines Motorradfahrers recht übersichtlich. Es gibt in der Mitte einen einzigen hohen flachen Berg der meist bis in die Wolken hineinragt, sie aber nicht zu durchdringen vermag. Über den Wolken ist man daher auf El Hierro sehr selten.

Die wenigen Straßen die es gibt führen mit vielen Kurven hinab zum Meer, allerdings nur wo dies auch möglich ist. Weite Teile der Küste sind zu steil und zu hoch um dort Straßen zu bauen und daher nur mit einem Schiff oder zu Fuß erreichbar. Wegen der enormen Höhenunterschiede können Wanderungen hinunter zum Meer extrem kräftezehrend ausfallen.

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Mit dem eigenen Motorrad nach Teneriffa

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Es ist geschafft, ich bin mit meinem eigenen Motorrad auf Teneriffa. Während der letzten Wochen habe ich mehrfach dran gezweifelt, dass ich dieses Ziel ganz allein und ohne fremde Hilfe erreichen würde. Letztlich war es aber einfacher und sogar preiswerter als gedacht. Rückblickend, würde ich diese Tour jederzeit erneut unternehmen. Allerdings hat die Route durch die Schweiz, Italien, Frankreich, Portugal und Spanien noch so unglaublich viel mehr zu bieten als das was ich während der vergangenen 42 Tage erleben durfte. Sicher könnte man noch viele Jahre lang immer wieder auf anderen Routen von Bonn nach Teneriffa reisen, ohne dass es jemals langweilig werden würde. Europa ist größer als erwartet und hat erstaunlich viele schöne Ecken zu bieten. Bevor man sich entscheidet mit einer Harley über die Route 66 zu knattern, sollte man sich erst einmal Europa geben, es lohnt sich!

Eine Tour durch Europa kann zudem mit vielen Annehmlichkeiten aufwarten. Man lernt sehr unterschiedliche Menschen und Kulturen kennen und kann doch überall mit dem gleichen Geld bezahlen, ohne auch nur eine einzige Wechselstube aufsuchen zu müssen. Fast überall kommt man mit etwas Englisch gut zu recht. Für keines der Länder braucht man ein Visum und man kann völlig frei beispielsweise zwischen Italien und Frankreich wechseln, ohne auch nur ein einziges Mal kontrolliert zu werden. Egal wohin man fährt, man muss sich um seine Krankenversicherung keine Sorgen machen. Und auch die Haftpflichtversicherung für das eigene Motorrad oder Auto, wird im Falle eines Unfalls ihren Pflichten nachkommen. Wer ein großes Motorradabenteuer beispielsweise in Südamerika plant, kann in Europa sehr gut üben. Sobald man in Südamerika oder anderen fernen Ländern angekommen ist, wird man die Annehmlichkeiten des aktuell so umstrittenen europäischen Staatenbundes zu schätzen lernen.

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Als mich nach nach meiner ersten „Motorradnacht auf Teneriffa“ am Morgen mein Telefon weckt, steckt mir die lange Überfahrt mit der Fähre noch schwer in den Knochen. Aber ich habe Hunger und auf der Finca San Juan gibt es das wohl beste Frühstück das man auf den Kanaren bekommen kann. Kaum habe ich mit meinem Telefon ein paar Fotos einiger der vielen Leckereien geknipst, werde ich auch schon freundlich begrüßt. Alles ist gut organisiert und ich bekomme ein ganz frisch gemachtes Rührei mit Speck. Danach wird gefragt ob ich Wäsche habe die gewaschen werden müsste. Die Menschen die dieses kleine Landhotel betreiben sind einfach nicht mit Gold aufzuwiegen, jeder denkt mit und ist immer freundlich und zuvorkommend.

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